Castelvetro di Modena - Die Burg Levizzano und das Oratorium San Michele

Die als Bollwerk gegen die Ungarn errichtete Burg Levizzano wird bereits in einem auf das Jahr 890 datierten Dokument erwähnt. 1038 verlieh der Bischof von Modena die Burg als Lehen an den Markgrafen Bonifacio di Toscana, den Vater der Mathilde von Canossa. Seit dem 12. Jh. wurde die Festungsanlage mehrfach umgebaut und erweitert.

Die sogenannten Bischofsräume im Erdgeschoss mit ihren bemerkenswerten Deckenfresken stammen aus dem 16. Jh. Neben Ornamenten und allegorischen Figuren schmücken Familienwappen die Decke. Im oberen Wandbereich sind Ritter-, Minne- und Jagdszenen zu sehen, aber auch Landschaften mit kleinen Dörfern und Burgen, die an die unmittelbare Umgebung erinnern.

Nicht weit von der Burg Levizzano entfernt befindet sich das Oratorium San Michele in einer herrlichen Aussichtsposition. Man erreicht das Oratorium über die im Mittelalter von Pilgern genutzte Römerstraße, die Via Tiberia. Das Oratorium stammt wahrscheinlich aus dem 12. Jh. und ist ein kleines Juwel romanischer Baukunst.

Die derzeitige, kürzlich restaurierte Struktur hat noch ihren alten, rechteckigen Grundriss. Erhalten sind auch die Dekoration der nach Westen blickenden Hauptfassade und der Nebeneingang an der Südfassade.
Zwei fein gemeißelte Bogenfriese reihen befinden sich seitlich vom ausgeschmiegten Portal der Hauptfassade. Am Portal repetition auf der Südseite ist die mit einem schönen Palmfries geschmückte Archivolte fast vollständig erhalten.

Die einzigen noch heute vorhandenen Ornamente im Gebäudeinneren sind Fresken aus dem 14. Jh., auf denen einige Heiligenfiguren zu erkennen sind: Der Apostel Jakobus mit Pilgerstab, grünem Gewand und rotem Umhang, Maddalena mit langen blonden Haaren, die den Körper vollständig bedecken, der mit Fellen gekleidete Johannes der Täufer und der Heilige Abt Antonius mit dunkler Mönchskutte und Umhang.

ComuneCastelvetro Di Modena - 41014 (MO)

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