Maranello - Im allgemeinen

Die Wurzeln der Stadt Maranello reichen bis in die Bronzezeit zurück, auch für die Römerzeit gibt es Belege für menschliche Siedlungen. Die Altstadt entstand um das Jahr 1000, als eine Adelsfamilie aus dem nahe gelegenen Ort Marano hier eine Burg errichtete, die heute noch existiert, aber in Privatbesitz ist. Das heutige Ortszentrum wird von der Via Giardini durchquert, die im 18. Jh. auf Veranlassung des Herzogs Francesco III d’Este angelegt wurde, um das Herzogtum Modena mit dem Großherzogtum Toskana zu verbinden und so die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes zu fördern.

Entlang der Straße entstanden Poststationen, Wirtshäuser, Brunnen, Herbergen und Hospize für die Reisenden. An der Kreuzung zwischen der Via Giardini und der am Fuße der Hügel verlaufenden Via Claudia entstand der heutige Ort. Die Via Giardini und die Lage des Ortes am Fuße des toskanisch-emilianischen Apennins waren der Grund dafür, dass Maranello zur bevorzugten Sommerfrische der Modenesen wurde.

Ab den 40er Jahren des 20. Jh. wurde die Via Giardini zur Teststrecke für die Fahrzeuge aus dem Hause Ferrari. 1943 wurde der Firmensitz nach Maranello verlegt. Seither ist die Geschichte Maranellos aufs Engste mit der des berühmten Sportwagenherstellers verbunden. Auch heute noch befindet sich das Ferrari-Werk in der Via Giardini. Hier baute Enzo Ferrari alle seine Straßen- und Rennwagen; mittlerweile sind Ferrari und Maranello zu Synonymen geworden.

Die Straßen und Parks der Kleinstadt tragen den Namen von Rennfahrern und Ingenieuren, die mit der Ferrari-Geschichte verbunden sind und die gesamte Einwohnerschaft nimmt Anteil an den Erfolgen des Rennstalls mit dem Pferdchen, der Scuderia del Cavallino - sogar der Pfarrer, der bei einem Sieg in Formel-1-Rennen den allgemeinen Jubel mit festlichem Geläut der Kirchenglocken unterstützt. Nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern das ganze Jahr über kann man auf den Straßen Ferrari-Fahrzeuge antreffen.

In der Halle des Rathauses ist sogar ein Ferrari-Modell, ein 575 Maranello, ausgestellt. Monumente, die der Ferrari-Geschichte gewidmet sind, gibt es im gesamten Stadtgebiet, wo die Ferrari-Werke mit ihren gut 252.000 qm eine kleine Stadt in der Stadt bilden. Für den Neubau der Ferrari-Werke wurden Stararchitekten wie Renzo Piano, dem der futuristische Windkanal zu verdanken ist, Massimiliano Fuksas, Luigi Sturchio, Marco Visconti und Jean Nouvel verpflichtet. Seit 60 Jahren ist Maranello das Ziel unzähliger Besucher aus Italien und der ganzen Welt und ein Treffpunkt für Motorsportfreunde, die hierher kommen, um den Mythos Ferrari zu erspüren.

ComuneMaranello - 41053 (MO)

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